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01Politik

St. Gallen und das drohende Aus für das älteste Hallenbad der Schweiz

In St. Gallen steht das älteste Hallenbad der Schweiz vor der Schliessung. Finanzielle Engpässe gefährden die Badeanstalt, die eine wichtige Rolle im Stadtleben spielt.

Felix Schneider25. Juni 20262 Min. Lesezeit

## Die finanzielle Perspektive St.

Gallen sieht sich mit einem akuten finanziellen Engpass konfrontiert, der nicht nur die Kommune, sondern auch kulturelle und soziale Institutionen betrifft. Unter diesen leidet insbesondere das älteste Hallenbad der Schweiz, das für viele Bürgerinnen und Bürger eine traditionsreiche Anlaufstelle darstellt. Es ist mehr als nur ein Schwimmbad; es ist ein Treffpunkt für Familien, Sportler und Senioren. Doch die Frage bleibt: Ist der Erhalt eines solchen Kulturerbes die Investition wert?

Finanzielle Mittel sind begrenzt. Die Stadtverwaltung muss Prioritäten setzen und sieht sich gezwungen, die Ausgaben zu kürzen. Hierbei wird oft das Argument angeführt, dass die Instandhaltung eines historischen Gebäudes teurer ist als der Bau neuer, moderner Einrichtungen. Aber welches Preis-Leistungs-Verhältnis haben solche Überlegungen wirklich? Gehört es nicht zu den Pflichten einer Stadt, das kulturelle Erbe zu bewahren? Und wer kann wirklich sagen, welche Werte in der Zukunft wichtig sein werden?

Die soziale Dimension

Gleichzeitig ist das Hallenbad ein Ort der sozialen Interaktion und des Gemeinschaftslebens. Es bietet eine Plattform für Veranstaltungen, Schwimmkurse und Freizeitaktivitäten. Die Schliessung würde nicht nur den Verlust eines Bades bedeuten, sondern auch den Verlust eines sozialen Raumes, der vielen Menschen Sicherheit und Freude bietet. In Zeiten, in denen Gesundheits- und Fitnessbewusstsein stark im Trend liegt, stellen sich weitere Fragen: Wie steht es um die Zugänglichkeit von Sporteinrichtungen für alle Schichten der Bevölkerung? Könnten neue Schwimmbäder das bestehende Hallenbad ersetzen, ohne die sozialen Aspekte zu berücksichtigen?

Doch auch hier stellt sich die Frage der Nachhaltigkeit. Ist es nicht auch eine Art gesellschaftlicher Verlust, wenn die Stadt auf traditionell gewachsene Strukturen verzichtet? Der Wert eines Hallenbades kann nicht nur monetär bemessen werden. Dabei bleibt die Frage offen, wie viel Geld bereit sind zu investieren, um ein Stück lebendiger Stadtgeschichte zu bewahren, während gleichzeitig die drängenden finanziellen Bedürfnisse der heutigen Gesellschaft erfüllt werden müssen.

Ein ungelöstes Dilemma

Die Diskussion über die Schliessung des Hallenbades in St. Gallen verdeutlicht ein tiefgreifendes Dilemma. Einerseits steht die Notwendigkeit, finanzielle Stabilität zu gewährleisten und moderne Alternativen zu schaffen, im Raum. Andererseits droht dabei die Gefahr, kostbare soziale und kulturelle Werte zu opfern, die nicht leicht zu ersetzen sind. Wie kann die Stadt eine Balance finden? Welche Optionen bleiben? Die Antworten sind nicht klar, und die Debatte wird in den kommenden Monaten entscheidend sein.

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